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Ein Jahr später – im Mai 1970 – wurde mit 36:4 Punkten und 75:17 Toren der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte mit Trainer Emil Jobst geholt. Mit der Ponykutsche fuhr man zur Meisterfeier in den Gasthof Fenzl, wo mit Vorstand Josef Kammerl, Abteilungsleiter Karl Bittlinger und den Gemeinderäten bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde. 18 Spieler waren zum  Einsatz gekommen: Emil Jobst, Alois Rothut(gest.), Erwin Zilch (gest.), Alfred Eckl, Günter Meier, Josef Sappl, Josef und Johann (gest.) Nerl, Gerhard Meier, Georg Donhauser, Jakob Scharf, Waldemar Diermeier, Albert Heigl (gest.), Georg Fischer(gest.), Richard Hoferer, Willi Fohringer, Christian Schmidmeier. Der Start in die B-Klasse (Kreisklasse) 1970/71 verlief sehr holprig , doch allmählich gewöhnte man sich an die neue Umgebung. Am Ende war man mit Germania Amberg punktgleich und das Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt in Schmidgaden ging unglücklich 1:2 verloren, worauf eine Reihe von Spielern den Verein verließ.

Das Traineramt übernahm nun in der Saison  1971/72  der 23-jährige Spieler Jakob Scharf, wobei Handstandweltmeister „Lucki“ Hofmaier als Sponsor gewonnen werden konnte. Die neuformierte Mannschaft belegte nach dem Abstieg Platz 5. Auch in der Abteilungsführung gab es einen Wechsel. Karl Bittlinger, von Anfang an  der Spitze, übergab 1970 an Klaus Streipert. Der Start in die neue Saison 1972/73 begann mit einem Paukenschlag im DFB-Pokal, denn man schlug den B-Klassisten (Kreisklasse) TSV Nittenau mit 6:1.Hauchdünn wurde am Ende trotz 85 geschossener Tore der zum Aufstieg berechtigende Platz 2 verfehlt, während die Reserve mit der Vizemeisterschaft ihr bislang bestes Resultat erzielte. Am 26.Juni 1973 wurde dann eine AH-Mannschaft gegründet – mit dem Präsidenten „Wast“ Scharf.

In der Saison 1973/74 wurde mit dem 20:0 gegen den AC Schwarzenfeld  auch der höchste Punktspielsieg der 1.Mannschaft erzielt, was bis heute noch als Vereinsrekord gílt. Die Tore schossen August Scharf (6), Scharf Georg (3),Martin Greimel (3), Hans Friedl (3),Helmut Hauzenberger (4) und Horst Treubert. Der kontinuierliche Neuaufbau trug nun Früchte, denn nach einem Fehlstart und einer „Superserie“ von 29:1Punkten wurde die Truppe von Jakob Scharf, der mit einem Schien- und Wadenbeinbruch eine auch „schmerzhafte“ Saison hatte, mit 95 geschossenen Toren (!) Meister. Alle 22 Spiele machte August Scharf mit, nur einmal fehlten Robert Glöckl, Martin Greimel und Horst Treubert, zweimal Georg Fischer, Georg Dobler, Erich Binner. Weiter gehörten zum Stamm: Georg Scharf und Walter Demmin (19), Albert Heigl (18), Karl Kammerl (17), Alfred Eckl (16). Ebenfalls zur Meistermannschaft zählten: Achim Bittlinger(9), Josef Urban(6), Günter Meier (3), Erwin Lautenschlager(2), Gerhard Meier(2) Ewald Scharf, Ludwig Scharf und Josef Heimerl (je 1). Die meisten Tore mit 23 schoss Martin Greimel vor Georg Scharf, Alfred Eckl (je 13) und Karl Kammerl (12). Ein Novum: erstmals trat eine „Damenmannschaft“ (Durchschnittsalter 12 Jahre!) gegen die 2.Schülermannschaft an und verlor 0:10.

In der neuen Saison  1974/75 wollte man nicht dasselbe Schicksal wie die erste Meistermannschaft teilen und die B-Klasse (Kreisklasse) halten. Das gelang eindrucksvoll und der Neuling schaffte mit 30:30 Punkten( 16 Mannschaften!)  einen sehr guten 6.Platz. Nach der Saison verließ Trainer Jakob Scharf nach vier erfolgreichen Jahren aus beruflichen Gründen die DJK und wechselte zum TSV 1880 Schwandorf. August Scharf wurde sein Nachfolger und ihm gelang 1975/76 auf Anhieb mit 37:15 Punkten (immer noch Zwei-Punkte-Regel) erstmals der Sprung in die A-Klasse (Kreisliga). Beteiligt daran waren Horst Treubert, Josef Urban, Georg Scharf, Alfred Eckl, Martin Greimel, Dieter Scharf, Jürgen Scheingraber, Willi Scharf, Martin Drexler, Josef Rester, Walter Demmin, Karl Kammerl, Harald Bemmerl, Erich Binner, Josef Drexler, Hans Fink(gest.), Georg Dobler. In der sehr gut „bestückten“  A-Klasse (Kreisliga) hatte man 1976/1977 viele „prominente“ Gegner wie die Bezirksliga-Absteiger ASV Fronberg und TUS Hirschau, Meister TUS Rosenberg oder FC Schwarzenfeld, TSV Nittenau oder TV Wackersdorf, den man in einem fast schon legendären Spiel 2:0 vor 500 Zuschauern besiegte und der trotzdem als Tabellenzweiter in die Bezirksliga aufstieg. Am Ende fehlte ein einziges Pünktchen (18:42 Punkte, 45: 77 Tore) zum Klassenerhalt.

1977 gastierte auch auf Vermittlung von Lucki Hofmaier Bayernligist SSV Jahn Regensburg und die DJK trotzte nach einem Bemmerl- Tor den Hauptstädtern ein 1:1 ab. Trainer wurde 1977/78 Ernst Duschinger aus Teublitz und mit ihm gelang die sofortige Rückkehr in die A-Klasse (Kreisliga) mit 41:11 Punkten und 76:21 Toren – mit neun Punkten Vorsprung vor der DJK Dürnsricht. In dieser Saison stellte auch die 2.Mannschaft einen Vereinsrekord auf: 21:0 gegen den nur mit sieben Spielern angetretenen SC Kleinwinklarn. Zum zweiten Mal versuchte man sich am „Abenteuer A-Klasse“ und zur Winterpause warf Trainer Ernst Duschinger das Handtuch. Interessant, was er in die Spielchronik schrieb: “Elf Freunde sollt ihr sein, heißt es. Bei uns aber trifft das nicht zu“. 2. DJK-Vorstand Hans Horbach trat – nach kurzfristigen anderen Lösungen- die Nachfolge an. Sein Einstand missglückte, denn im Vorbereitungsspiel gegen den FC Linde Schwandorf, den Verein von Ex-Trainer Jakob Scharf, trat man nur mit zehn Mann an und verlor 2:4. Das erste Punktspiel gegen den TUS Dachelhofen ging 0:3 verloren. Am Ende der Saison 1978/79  hieß es wieder:  mit 16:36  Punkten und 33:58 Toren „runter“ in die B-Klasse (Kreisklasse). Noch schlimmer waren die tiefen Gräben im Verein mit Rücktritt von Vorstandschaftsmitgliedern, Ausschluss eines Spielers durch den Verein, juristische Schritte  gegen Spieler, Rücktritt von sieben Spielern. Der „Neue“, Jakob Scharf, zum zweiten Male DJK-„Coach“, musste anfangs 1979/80 vieles „kitten“ und einen totalen Neuaufbau unter dem Motto „Trainingsfleiß und Kameradschaft“ in Angriff nehmen. Es gelang. Das Team schaffte den mit 22:30 Punkten und 41:51 Toren den Klassenerhalt.

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