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1970

Jakob Scharf schafft eigene DJK-Zeitung – „DJK-Report“

„Der DJK-Sportverein hat jetzt eine eigene Zeitung“ – So titelte die Mittelbayerische Zeitung vom 01. April 1970. Unter der Leitung des aktiven Spielers der ersten Fußballmannschaft Jakob Scharf wurde etwas völlig Neues erschaffen, der „DJK-Report“. Die erste Ausgabe wurde an den Osterfeiertagen herausgegeben. Auf dem Titelbild fanden sich die Embleme der drei Abteilungen – ein paar Fußballstiefel, flankiert von einem Tischtennisschläger und einem Eisstock. Der Grundgedanke war, das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Dorfgemeinschaft sollte geweckt und gefördert werden und die Kameradschaft der Mitglieder untereinander gefördert werden. Ein Opfer der verheißungsvollen Jungredakteure wurde unter anderem der Betreuer der Fussballabteilung Karl Bittlinger. In amüsanten Fotomontagen und mit einem Bericht mit dem Titel „Der Mann mit dem Koffer“ wurde er aufs Korn genommen.

Jahreshauptversammlung in den Sommer verlegt
Am Freitag, den 10. Juli 1970 fand die Jahreshauptversammlung im Fenzl-Saal statt. Der 1. Vorsitzende Bauer erläuterte, dass die Jahreshauptversammlung dieses Mal im Sommer stattfinde, damit alle Punktspiele der Abteilungen abgeschlossen seien. So wolle man auch in der Zukunft verfahren. Die Mitgliederzahl ist inzwischen auf 298 Mitglieder angestiegen. Auch habe man den bisher größten Erfolg geschafft, den Aufstieg in die B-Klasse. Er dankte dem Trainer Emil Jobst, der allerdings sein Traineramt niederlegte und nur noch als Spieler tätig war. Als neuer Trainer wurde Klaus Streipert vorgestellt, der inzwischen seinen Übungsleiterschein erworben hatte. Die Tischtennisabteilung konnte von einer neu gegründeten Mädchenmannschaft mit 20 Mädchen berichten, ebenso, dass man künftig sogar mit vier Tischtennismannschaften Punktspiele bestreiten könne. Erwähnenswert ist auch noch folgender Text des Protokolls: „Da die Fussball-Jugend zur Zeit am Spielermangel leidet, wurden von der Tischtennisjugend drei Spieler zur Verfügung gestellt.“

Am Sonntag, den 20. Dezember 1970 fanden die vorweihnachtlichen Feiern um 19:00 Uhr im Gasthaus Gräf statt. Für die Schülermannschaften der Fussball- und Tischtennisabteilung fanden diese bereits um 15:00 Uhr mit Nikolausbesuch statt.

 

1971

Turbulenzen bei Generalversammlung mit Neuwahlen
Bei der Generalversammlung am 22. Mai 1971 im Fenzl-Saal ging es mit viel Turbulenz zur Sache. Nachdem der 1. Vorsitzende Johann Bauer von seinem Amt zurückgetreten war, der 2. Vorsitzende Heinrich Kammerl aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, eröffnete Franz Gleixner die Generalversammlung. Der Rechenschaftsbericht von Josef Weiß ergab, dass nach Zahlung der restlichen Rechnungen für den Tribünenbau die Kasse ein Defizit von 5.250,- DM aufweist. Somit hatte der Bau der Tribüne das gesamte Vereinsvermögen aufgebraucht. Nach den Berichten der Abteilungen ging man zu den Neuwahlen über. Hierbei erinnerte Pfarrer Gschwendtner, dass er als einer der ersten an die Gründung eines Sportvereins dachte und er auch weiterhin am fortbestehen des Vereins interessiert sei. Er erläuterte dann seinen Wahlvorschlag, den er auch bereits einigen Mitgliedern durch Flugblätter zukommen ließ.  Auf diesem Flugblatt stand unter anderem, dass es bisher an wirklichen Führungskräften fehle, diese glaubte er in seinem Wahlvorschlag gefunden zu haben. Da keine weiteren Vorschläge eingereicht wurden, wurde der Wahlvorschlag von Pfarrer Gschwendtner akzeptiert. Aufgrund des folgenden Ergebnisses kann man heute noch erkennen, wie ernst die Situation damals gewesen sein muss. Als 1. Vorsitzender wurde Josef Kammerl mit 38 Stimmen, 36 Enthaltungen und 1 ungültigen Stimme gewählt. 2. Vorsitzender und geschäftsführender Vorstand wurde Karl Bittlinger, als Kassier Josef Weiß und als Schriftführerin Ilse Bittlinger gewählt.

Gründung einer Gymnastikabteilung
Unter der Führung von Annemarie Gleixner wird die Abteilung Gymnastik gegründet.

Gemeinsame Weihnachtsfeiern in der DJK
Am Sonntag, den 19. Dezember fand im Fenzl-Saal ab 19:00 Uhr für alle Mitglieder des DJK-Sportvereins und deren Ehepartnern eine vorweihnachtliche Feier statt. Am 18.12.1971 fand bereits die Weihnachtsfeier für die Fussball- und Tischtennisjugend mit Nikolausfeier um 16:00 Uhr im Gasthaus Gräf mit Nikolausbesuch statt.

1972

Generalversammlung unter Josef Kammerl
Bei der Generalversammlung Ende Mai im Fenzl-Saal stand die finanzielle Lage im Mittelpunkt. Der 1. Vorsitzende Josef Kammerl konnte auf ein erfolgreiches Jahr im Verein zurückblicken, nicht zuletzt weil sich die Finanzen erheblich verbessert haben. Das Kassier Josef Weiß bestätigte dies anhand eines detailierten Kassenberichtes. Ebenfalls erhöhte sich die Mitgliederzahl trotz einiger Austritte.

Am 27. und 28. Mai veranstaltete der Verein ein großes Schülerpokalturnier, wofür von Staatssekretär Sackmann, der Steinberger Lehrerschaft, Sportvereinsvorstand Josef Kammerl und Jugendleiter Franz Gleixner wertvolle Pokale gestiftet wurden.

 

1973

Josef Kammerl nimmt Wiederwahl an
Bei der Jahreshauptversammlung der DJK herrschte zahlreicher Besuch, unter anderem auch der 1. Bürgermeister Max Hauzenberger. Der 1. Vorsitzende Josef Kammerl konnte von einer weiteren enormen Verbesserung der finanziellen Situation Sprechen, was der guten Arbeit der Vorstandschaft zuzuschreiben sei. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 286 Mitglieder. Bei den anschließenden Neuwahlen wollte Josef Kammerl zunächst nicht mehr kandidieren. aber ein einstimmiger Vertrauensbeweis überzeugte den Vorsitzenden und so nahm er die Wiederwahl an. Bestätigt und wiedergewählt wurden Karl Bittlinger als stellvertretender Vorsitzender und geschäftsführender Vorstand, Josef Weiß als Kassier und Ilse Bittlinger als Schriftführerin.

Sportheim soll gebaut werden
Bei einer Sitzung im September im Vereinslokal Scharf wurde zunächst der Antrag, dass die Kosten für das Trikotwaschen künftig vom Verein übernommen werden sollte nicht stattgegeben.  Ebenfalls informierte der Vorstand darüber, dass die Gemeinde in diesem Jahr beabsichtige, bei der Bezuschussung der Vereine einen Verteilerschlüssel zu erarbeiten. Josef Weiß lieferte dazu eine Zusammenstellung der Gesamtausgaben, insbesondere der Jugendförderung an den Gemeinderat. Einmütig war man auch der Auffassung, dass der Allwetterplatz weiterhin eine ungehinderte Trainingsmöglichkeit für die DJK-Sportler bleiben sollte. Nachdem die Handballer des TV Wackersdorf e.V. hier ihr Aufstiegsspiel ausgetragen hatten, befürchtete man, dass diese hier auch in Zukunft ihr Training abhalten wollen. Ebenfalls wurden die Anwesenden informiert, dass man ein Bauvorhaben in Angriff nehmen wolle. So soll auf dem Sportplatz ein Geräteunterstellraum mit Kassiererhäuschen gebaut werden.

Planungen für 10-jähriges Jubiläum mit eigener Fahnenweihe
Bei einer Vorstandssitzung im Oktober zur Planung für das 10-jährige Gründungsfest konnte Vorsitzender Josef Kammerl fast alle Mitglieder begrüßen. Man einigte sich zunächst auf eine Sportwoche mit Pokalturnieren. Für die Pokale hatten sich bis dahin bereits folgende Spender bereiterklärt: „Apollo“-Wirt Lucki Hofmaier, Bürgermeister Max Hauzenberger, Abteilungsleiter Klaus Streipert, Trainer Jakob Scharf, Vorstande Karl Bittlinger, Spielführer August Scharf, Gastwirt Josef Fenzl, Getränkevertrieb Steinbauer, Jugendleiter Max Urban und Jugendtrainer Michael Metz. Nach einer längeren Diskussion beschloss die Vorstandschaft die 10-Jahres-Feier mit einer Fahnenweihe zu verbinden.  Als Festausschuss fungierte die gesamte Vorstandschaft mit den Wirtsleuten Scharf.

Ausschusssitzung zum Sportheimbau
Bei der Ausschusssitzung im November legte der 1, Vorsitzende Josef Kammerl zwei Entwürfe für den Bau eines kleinen Sportheims vor. Kammerl betonte, dass die Entscheidung für einen der beiden Pläne weitgehend vom Gemeinderat abhänge, der zu einer gemeinsamen Aussprache eingeladen werde. die Kosten für den ersten Plan mit etwa 100 cm³ umbautem raum belaufen sich auf ca. 35.000, DM, wobei hier noch viel Eigenleistung nötig wäre. Der modernere und größere Bau würde etwa 60.000,- DM kosten und wahrscheinlich unrealistisch sein. Vielleicht einigt man sich bei der Aussprache mit den Gemeinderäten auf eine Kompromisslösung. Zur Anregung der Vereine bei der letzen Jugend-, Sport- und Kulturausschutzsitzung zur Gründung einer Herren-Gymnastikabteilung wurde beschlossen, eine Infoveranstaltung für alle Interessenten im Gasthaus Gräf abzuhalten. Dem Antrag von Horst Treubert, den auswärtigen Spielern einen Fahrtkostenausgleich zu erstatten wurde zugestimmt. Ebenfalls dem Antrag von Jakob Scharf, den Mitgliedsbeitrag aufgrund der kommenden finanziellen Belastungen zu erhöhen. So wird der neue Mitgliedsbeitrag ab Januar 1974 für Erwachsene 1,50 DM, Jugendliche 1,- DM und Schüler 50 Pfennige betragen.

Sitzung Gemeinderat und DJK zum Sportheimbau
Beim Informationsabend, zudem die DJK den Gemeinderat eingeladen hatte, begrüßte Josef Kammerl den 1. Bürgermeister Max Hauzenberger und dessen Gemeinderäte. Nach einem kurzen Überblick von Josef Kammerl zur Entwicklung der DJK in Steinberg sowie der sportlichen Situation wurden beide Pläne zum Bau eines Sportheims diskutiert. Er betonte jedoch, dass der Sportverein diese finanzielle Belastung keinesfalls alleine schultern könne. Gemeinderat und Baufachmann Josef Bittlinger erläuterte anschließend beide Entwürfe, war jedoch der Meinung, dass die großzügigere Lösung für die Zukunft alle Voraussetzungen eines ungestörten Spielbetriebes gewährleisten würde. Bürgermeister Hauzenberger verwies dazu auf die nächste Gemeinderatssitzung, bei der man diese Aussprache auf Tagesordnung nehmen werde.

1974

Festausschuss beschließt eigene Vereinsfahne
Zur ersten Festausschusssitzung im Vereinslokal Scharf konnte 1. Vorsitzender Josef Kammerl neben der Vorstandschaft vor allem Bürgermeister Max Hauzenberger und Pfarrer Michael Gschwendtner begrüßen. Der erste Tagesordnungspunkt war die neue Vereinsfahne. Man einigte sich darauf, dass auf der Vorderseite eventuell ein zusammengeschnittenes Bild mit zentralen Motiven des Ortes abgebildet werden sollen und auf der Rückseite das Vereinswappen. Die Grundfarben sollen die Vereinsfarben Grün/Weiß sein. Ein Abordnung solle mit diesen Vorstellungen zu einer Fahnenfirma fahren und einen Entwurf ausarbeite lassen. Das Festzelt solle etwa 1.000 Personen fassen. Ein Schirmherr wurde noch nicht bestimmt.

TV Wackersdorf e.V. übernimmt Patenschaft
Bei einer Sitzung im April wurde bekanntgegeben, dass sich der TV Wackersorf e.V. bereit erklärt hat, die Patenschaft zum Fest und zur Fahnenweihe zu übernehmen. Parallel zu den Festvorbereitungen wurde inzwischen auch der Plan für den Bau eines Sportheims vergeben.

Standortfrage Sportheim geklärt
In der Bauausschusssitzung Ende April wurde die Standortfrage des geplanten Sportheims geklärt. Das Gebäude soll im Anschluss an das alte Kassenhäuschen errichtet werden.  Ebenfalls einigte man sich auf die Größe und Art der Schrift „Sportverein Steinberg“ die zusammen mit dem Vereinswappen auf der Stirnseite der Sitztribüne angebracht wurde.

Anfang Juli fand eine der letzten Festausschusssitzungen statt, zu der auch eine Abordnung des Patenvereins TV Wackersorf e.V. gekommen war. dies waren die Vorstandsmitglieder Meisl, Ebner und Fleischmann. Es ging vor allem um die neue Fahne, die kurz zuvor eingetroffen war.

Fahnenmutter wird Anni Kaindl
Zur Sitzung der DJK im Fenzl-Saal konnte Vorsitzender Kammerl sehr viele Mitglieder begrüßen.  In seinem Bericht „Zehn Jahre DJK-Sportverein Steinberg“ betonte er, dass es der Initiative von Pfarrer Michael Gschwendtner zu verdanken sei, dass dieser Sportverein gegründet werden konnte. Für die Schirmherrschaft zum 10-jährigen Bestehen erklärte sich Steinbergs erster Ehrenbürger Dr. Ing. Dr. h. c. Wolfhart Scharf bereit. Die Fahnenmutter für die neue Vereinsfahne wurde Anni Kaindl. Den Bau des Sportgebäudes billigten die Mitglieder fast einstimmig. Um den Verein ins Register eintragen lassen zu können, waren verschiedene kleinere Änderungen der Satzung und die Bestätigung der beiden ersten Vorsitzenden notwendig.

Das Jubiläum - 10 Jahre DJK SV Steinberg e.V.
Zehn Jahre eines Vereinslebens sind eigentlich noch kein ausreichender Grund zu einer großen Feier. Dennoch wurde beim DJK-Sportverein Steinberg der zehnte Geburtstag recht feierlich begangen, da er ihn mit der Anschaffung und Weihe einer Vereinsfahne verband. Und schließlich ging diesem dreitägigen Fest auch noch eine Sportwoche voraus, in der alle Tischtennis- und Fußballmannschaften des Vereins Pokalturniere durchführten.

Obwohl die Sportwoche wegen der schlechten Witterung mehrmals verschoben werden musste, wurde dieses Jubiläum dennoch für alle Beteiligten ein Erfolg. Den Auftakt bildete ein Heimatabend, den der Schirmherr der Veranstaltung, Dr. Dr. Scharf, mit einem nicht ganz "lupenreinem" bayerischen "Ozapft is!" eröffnet hatte. Durch das Programm, das weitgehend vom „HTV-Stamm" Schwandorf und dem Gesangsduo Willi und Andres bestritten wurde, führte mit launigen Worten der 2. DJK-Vorstand Pfarrer Michael Gschwendtner.

Beim Festkommers blendete 1. Vorstand Josef Kammerl zunächst auf die Vereinsgeschichte zurück, in der sich der Mitgliederzuwachs seit der Gründung am 31. 5. 1964 von 133 auf etwa 300 gesteigert habe. Derzeit treiben sechs Tischtennis- und fünf Fußballmannschaften sowie eine Damen- und Herrengymnastikabteilung aktiv Sport, Dies, so betonte der Vorstand, sei auch das Hauptziel des Vereins, nämlich möglichst vielen Steinbergern Gelegenheit zu aktiver sportlicher Betätigung zu geben. Auf diesem sportlichen Sektor machte sich der Verein mit dem Aufstieg der 1. Fußballmannschaft in die B-Klasse das schönste Geburtstagsgeschenk selbst.

Schirmherr Dr. Dr. Scharf würdigte in seiner Festrede vor allem den Gründer des Vereins, Pfarrer Michael Gschwendtner, und fügte mit einem schmunzeln hinzu, dass man "die DJK jederzeit als Kind des Steinberger Pfarrers bezeichnen kann". Für die Zukunft wünschte er dem Verein mit einem "Vivat-crescat-floreat" (sie möge leben, wachsen und blühen) alles erdenklich Gute. Bürgermeister Max Hauzenberger sprach von "einem stolzen und denkwürdigen Ereignis in der Gemeinde" und dankte allen Idealisten für die geleistete Aufbauarbeit. Für den Patenverein, TV "Glück-auf" Wackersdorf, sprach Bürgermeister Ebner. Aus seinen Worten konnte man entnehmen, dass der Turnverein gerne und überzeugt die Patenschaft übernommen hatte. Er wies vor allem auf die vielen Beziehungen und Verflechtungen, nicht zuletzt durch die gemeinsame Arbeitsstätte BBI, für viele Sportler hin, so dass auch in Zukunft ein "gedeihliches Für¬ und Miteinander" möglich sein wird. Besondere Freude löst das Patengeschenk, eine Fußballgarnitur und ein TT-Set, aus. Bundestagsabgeordneter Dr. Jobst, die Bezirksräte Karl Braunreiter und Karl Trettenbach und tags darauf Staatssekretär Franz Sackmann und Landtagskandidat Walter Möbius gratulierten ebenso herzlich wie der Nachbarverein SC Weinberg. Zum Höhepunkt des Abends wurden durch den Diözesanverband noch Herr Pfarrer Michael Gschwendtner, Frau Ilse Bittlinger und Herr Josef Weiß für zehnjährige, engagierte Mitarbeit in der Vorstandschaft mit der silbernen DJK-Nadel ausgezeichnet.

Fahnenweihe und Festumzug
Die feierliche Fahnenweihe mit Fahnen-Mutter Anna Kaindl und den Festdamen erfolgte am Sonntag in der überfüllten Steinberger Pfarrkirche, in der Pfarrer Gschwendtner in seiner Festpredigt darauf hinwies, dass auch im Sport die Rangordnung der Werte gelte, und man diese nur mit echter Selbstbeherrschung erreichen könne.

Zum abschließenden Höhepunkt, dem Festzug, zeigte sich nach vielen Regentagen wieder strahlend blauer Himmel, so dass die 35 Vereine frohen Mutes durch den 

schönen und mehrfach preisgekrönten Ort ziehen konnten. Die anschließende Übergabe der Erinnerungsbänder fand wieder im Festzelt statt. An die neue DJK-Fahne, die auf der einen Seite die neue Steinberger Kirche, auf der anderen das grün/weiße Vereinswappen zeigt, hefteten zunächst die Fahnen-Mutter und die Festdamen ihre Bänder. Für den Paten verein überreichte 1. Vorstand Meisel das Erinnerungsband und wünschte dabei, dass durch das feierliche Gelöbnis in der Kirche beide Vereine in Zukunft noch enger zusammenstehen mögen. Nach dem Erhalt des Totenbandes seitens der Gemeinde, übergab DJK-Vorstand Kammerl das Band des Patenkindes mit einem herzlichen Dank und guten Wünschen. Erfreulich für den Veranstalter war noch, dass er den Meistpreis dem Wackersdorfer „Knappenverein" übergeben konnte.

Ein würdiger Abschluss war sicherlich das mit großem Einsatz, aber trotzdem mit Fairness geführte Endspiel im Fußball, bei dem der Patenverein TV Wackersdorf gegen den Jubelverein DJK etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 3:2 gewann.

1975

Josef Kammerl wiedergewählt
Bei der Generalversammlung mit Neuwahlen im Juni konnte 1. Vorsitzende Josef Kammerl eine durchwegs positive Bilanz ziehen. Einziger Wehmutspunkt war, die mangelnden Bereitschaft vieler Mitglieder zur Eigenleistung, nachdem der Rohbau für das neue Sportheim fertiggestellt war. Die anschließenden Neuwahlen bestätigten den 1. Vorsitzenden Josef Kammerl wieder, als 2. Vorsitzender wurde Hans Horbach gewählt. Josef Weiß wurde wieder als Kassier gewählt sowie Ilse Bittlinger als Schriftführerin.

1976

„Erlebnisreiche Ferien in der Provence“
Unter diesem Motto unternahm Franz Gleixner mit den Jugendmannschaften der DJK in den Pfingstferien eine neuntägige Reise nach Avignon. Diese Reise war vom 2. Bürgermeister Franz Gleixner mit Vorträgen und einem halbjährlichen Französisch-Kurs eingehend vorbereitet worden.  Es fanden Ausflüge ans Mittelmeer, zum berühmten Zigeunerallfahrtsort Les-Saintes-Maries-Dela-Mer, Aigues-Mortes, Le Grau du Roi und La Grande Motte statt. Ebenso wurde die Kirche Notre Dame de al Garde die Insel Chateau dÌf und die berühmte Prachtstraße Canebiere bewundert. Natürlich gab es auch Badetage sowie Käse- und Weinproben. Am letzten Tag besichtigte man verschiedene römische Denkmäler wie Pont du Gard, die Arena von Nimes, dem Castellum Divisorium. Beim Vortrag über die Römer zeigte Franz Gleixner auf, das das Sprichwort „Willst du Rom sehen, dann fahre in die Provence“ seine Berechtigung habe.

Pfarrer Gschwendtner & Josef Kammerl werden Ehrenmitglieder
Am Wochenende vom 30. Juli bis 01. August feierte die DJK die offizielle Sportheim-Einweihung. Die Baukosten beliefen sich auf 156.000,- DM. Das Gebäude ist 22 Meter lang und 8 Meter breit. Es beinhaltet zwei Umkleidekabinen, zwei duschen, einen Schiedsrichterraum, einen Sanitätsraum, WC für Damen und Herren, einen Kassen- und Geräteraum sowie eine Garage, Heizraum und einen Jugendraum. Rechtzeitig zur Einweihung des neuen Sportheims war eine weitere Neuerung auf dem Sportgelände zu bewundern. In mühevoller Vorarbeit hatte der 2. Vorsitzende Horbach Interessenten für eine Bandenwerbung gefunden und dazu entsprechende Platten anfertigen lassen.  Am Freitag fanden bereits verschiedene Pokalspiele der Schüler und Senioren statt. Am Samstag Abend fand im Festzelt ein „Bayrischer Abend“ statt, bei dem das Hohenbogen-Duo, der Jodler Xaver vom Bayerwald mit seinen zwei Buben, der niederbayerische Gstanzlkönig „Vitus“ und die bayerische Blaskapelle Dobler aufspielten. Samstag waren nachmittags ebenfalls Pokalturnierspiele bevor man sich dann um 18:45 Uhr zu einem Kirchenzug vor dem Gasthaus Gräf formierte. Um 19:00 Uhr begann der Festgottesdienst, welchen Pfarrer Michael Gschwendtner zelebrierte. Nach dem Festgottesdienst marschierten die DJK, die Ehrengäste und örtlichen Vereine mit einem Fackelzug zum neuen Sportheim, wo die Steinberger Bevölkerung bereits wartete. Nach einem Prolog von Michaela Wiendl begrüßte der Vorsitzende Josef Kammerl besonders Pater Albrecht aus Weiden, der die Weihe des neuen Heims vollzog. Pater Albrecht erbat den Segen Gottes für das neue Sportheim mit den Worten „Hilf kämpfen für die gute Sache. Hilf allen, hart zu sein gegen sich selbst und  fair zu anderen“.  Zum anschließenden Festkommers konnten viele Ehrengäste aus Politik und Sport begrüßt werden. Vorsitzender Kammerl dankte allen, die den Bau in irgendeiner Weise unterstützt haben. Damit könne die Aufgabe des Vereins, möglichst vielen Menschen Gelegenheit zum Sport zu geben noch besser erfüllt werden.  „Für die Zukunft so hoffe ich, dass wir auch unsere Kritiker endlich überzeugen können“ – so Kammerl. Besonders danke er Pfarrer Michael Gschwendtner und ernannte ihn aufgrund eines einstimmigen Vorstandsbeschlusses zum ersten Ehrenmitglied der DJK SV Steinberg e.V. Zweiter Vorsitzender Hans Horbach ernannte dann im Auftrag der Vorstandschaft Josef Kammerl zum Ehrenmitglied der DJK.  Zum Abschluss wurden 14 Mitglieder, die in zwei Jahren mehr als 70 freiwillige Arbeitsstunden leisteten mit der silbernen DJK-Nadel ausgezeichnet: Willi Bannasch, August Scharf, Günter Meier, Josef Breitschaft, Max Urban, Siegfried Ernst, Horst Treubert, Johann Graf, Gerhard Meier, Johann Scharf, Theo Banner, Franz Trauner, Klaus Streipert und Walter Demin. Für den kostenlosen Außenanstrich wurde  Hans Ochsner gedankt. Am Sonntag fanden dann noch die beiden Endespiele des Turnieres statt. Als Sieger ging dabei der SC Katzdorf hervor, da die DJK beim 1:1 nach der regulären Spielzeit auf den Siegerpokal verzichtete. Den 3. Platz holte sich der TV Wackersdorf gegen den SC Fischbach.

 

1977

Sportwochen mit Heimatabend
Im Juli war die DJK Ausrichter der Steinberger Sportwochen mit Heimatabend. Bestens vom 2. Vorsitzenden Hans Horbach vorbereitet wurde es ein voller Erfolg. Bereits am Freitag, als Bürgermeister Max Hauzenberger beim Tag der Vereine, Behörden und Firmen das erste Faß Bier anzapfte und Vorsitzender Josef Kammerl die Veranstaltung eröffnete, herrschte eine ausgelassene Stimmung. Die Kapelle Linderberger Buam heizte diese Stimmung noch mehr auf. Am Samstag ging es dann beim „Spiel ohne Grenzen“ zur Sache. ‚Mit dabei waren die FFW Steinberg, der Burschenverein, der Gemeinderat, der Eisstockverein, der Obst- und Gartenbauverein sowie die DJK. ein besonderes Highlight war hierbei das Bockstechen. Aus 15 Meter Entfernung mussten hier die Kontrahenten mit einem Kopfhörer und verbunden Augen die Strecke zu der mit einem Meter großen Durchmesser großen Scheibe zurücklegen. Was hier so mancher Teilnehmer zum Schrecken seiner Mannschaft zeigte, sorgte für die Zuschauer zu Lachsalven. Mit zehn Ringen gewann diese Disziplin der Burschenvorstand Josef Drexler. Im Festzelt fand am Abend die Siegerehrung statt, zu der Josef Kammerl auch MdB Dr. Jobst begrüßen konnte. Als Sieger ging die FFW Steinberg hervor, worüber sich deren Vorstand Franz Drexler und Kommandant Rudi Baumer  herzlichst freuten.

Gaukindertreffen in Burglengenfeld
Im Juli nahmen die Mädchen der DJK Gaukindertreffen in Burglengenfeld teil. In der Leichtathletik waren Karin Rittler, Andrea Rathgeb und Martina Schuster mit dem Mehrkampfabzeichen in Gold sowie Maria Drexler in Silber erfolgreich.  Beim abschließenden Staffellauf der 20 Vereine erreichte die gemischte Staffel aus Steinberg-Ettmannsdorf den ersten Platz.

Barbara Bannasch wird 400. Mitglied der DJK
1. Vorstand Josef Kammerl und 2. Vorstand Hans Horbach konnten Barbara Bannasch offiziell als 400. Mitglied in der JDK-Familie begrüßen. Bei einer kleinen Feier konnten sich beide Vorstände darüber freuen, dass nun auch die Gattin ihres tüchtigen Platzwartes Willi Bannasch Mitglied in der DJK ist. Noch dazu, da sie bereits seit Fertigstellung des Sportheimgebäudes als „dienstbarer“ Geist für den Verein tätig war. Durch unermüdlichen Fleiß hat sich das Ehepaar Bannasch große Verdienste in der DJK erworben und erfreuten sich großer Wertschätzung.

1978

Jahreshauptversammlung beschließt Beitragserhöhung auf 2,50 DM
Die Jahreshauptversammlung fand im November in der Schlossgaststätte Scharf statt. Der 1. Vorsitzende Josef Kammerl berichtete, dass vom Überschuss der Sportwoche mit Heimatabend die Aufgangsstufen zum Sportheim und der Vorplatz zwischen Sportheim und Sportplatz gepflastert werden konnte. Desweiteren wurde eine AH-Mannschaft ins Leben gerufen, wobei Klaus Streipert bei der neugegründeten AH-Mannschaft den Trainingsfleiß bemängelte. Der Vereinsausflug ging in diesem Jahr an den Bodensee, und man nahm am 10-jährigen Gründungsfest des ESC Steinberg sowie am 25-jährigen Gründungsfest der „Auerhahn“ Schützen teil. Nach den Rechenschaftsberichten der einzelnen Abteilungen fand eine Abstimmung zur Beitragserhöhung statt. Dieser wurde stattgegeben, da man sonst in Zukunft bei größeren Anschaffungen keine Mittel mehr vom Landessportverband erhalten würde. Die Beiträge erhöhten sich somit von 2,- DM auf 2,50 DM.

1979

Pfarrer Gschwendtner wird 1. Vorsitzender der DJK
Ein Geistlicher als Vorsitzender eines Sportvereins? Viele Sportanhänger in Steinberg stellten sich mit Skepsis diese Frage, als im Juli Pfarrer Gschwendtner zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde, nachdem sich sonst niemand zur Verfügung gestellt hatte. Doch der „Gründervater“ der DJK sprang auch hier in die Presche und führte seinen Sportverein durch diese schwierige Zeit. In der örtlichen Tagespresse war zu lesen – „Nach 100tägiger Regentschaft steht fest, dass der „Don Camillo“ von Steinberg, der ja auch den Sportverein gegründet hat, mit Sicherheit die DJK weiterhin auf ihrem Aufwärtstrend nach oben bringen wird“. Weiter wurden gewählt: Als 2. Vorstand Klaus Streipert, Kassierin Johanna Zitzler, Schriftführer Harald Bemmerl und Gesamtjugendleiter Josef Grabinger.

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