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Josef Kammerl
Der Bau der Tribüne hatte das gesamte Vereinsvermögen aufgebraucht und die DJK hatte ein Defizit von 5.250,- DM zu vermelden. Der bisherige 1. Vorsitzende Johann Bauer war zurückgetreten und unter diesen Umständen stellte sich bei der Generalversammlung am 22. Mai 1971 niemand für das Amt des 1. Vorsitzenden zur Verfügung. Schließlich wurde Josef Kammerl von Pfarrer Michael Gschwendtner vorgeschlagen, denn dieser hätte die richtigen Führungsqualitäten. Mit 38 Ja-Stimmen, 36 Enthaltungen und einer ungültigen Stimme wurde Josef Kammerl anschließend zum neuen 1. Vorsitzenden der DJK Steinberg gewählt. 
 
Bereits ein Jahr später war die wirtschaftliche Situation enorm verbessert worden und bei der Generalversammlung 1973 schrieb die DJK wieder schwarze Zahlen. Josef Kammerl sah seine Mission für erledigt und wollte sich der erneuten Wahl nicht mehr stellen, jedoch ein einstimmiger Vertrauensbeweis konnte ihn überzeugen und er nahm die Wahl erneut an. Bereits ein Jahr später wurde unter der Regie von Josef Kammerl das 10-jährige Vereinsjubiläum gefeiert und dazu unsere heutige Vereinsfahne, der Stolz der DJK Steinberg angeschafft. 
 
Letztendlich wurde auch unser heutiges Sportheim unter der Leitung von Josef Kammerl geschaffen. Nachdem Josef Kammerl in einer Ausschusssitzung 1973 zwei Baupläne vorstellte, wurden diese in einer weiteren Sitzung mit den Steinberger Gemeinderäten diskutiert, da der Sportverein die finanzielle Belastung keinesfalls alleine schulten könne. So wurde der Bau wie wir ihn in den heutigen Grundrissen sehen beschlossen. 
 
1975 wurde Josef Kammerl erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieser konnte bis dahin eine durchwegs positive Bilanz ziehen. Einziger Wehmutspunkt war, die mangelnden Bereitschaft vieler Mitglieder zur Eigenleistung, nachdem der Rohbau für das neue Sportheim fertiggestellt war. Am Samstag, den 31. Juli 1976 wurde das Sportheim schließlich feierlich eingeweiht. Die Baukosten beliefen sich auf 156.000,- DM. An diesem Abend wurde Josef Kammerl vom 2. Vorsitzenden Hans Horbach aufgrund seiner unumstrittenen Verdienste für die DJK Steinberg  zum Ehrenmitglied ernannt.

 
Jakob Scharf
Jakob Scharf – ein Name, der weit über die Landkreisgrenzen hinaus mit Steinberg am See und Fussball in Verbindung gebracht wird. Bereits 1963 gründete er als 15-jähriger mit seinen Kammeraden die „Fussball-Amateure-Steinberg“. Das Vereinslokal war der ehemalige Ziegenstall seiner Oma Barbara Gleixner in der Gartenstraße. 
 
Als Pfarrer Michael Gschwendtner am 31. Mai 1964 im Fenzl-Saal zur Gründung eines Sportvereins in Steinberg aufrief, trugen sich 97 Anwesende sofort in die Liste ein, unter ihnen auch Jakob Scharf, der somit ein Gründungsmitglied unseres Vereins ist.
 
Bereits während seiner offiziellen Zeit als Spieler in der 1. Mannschaft übernahm er Verantwortung und wurde mit 23 Jahren für insgesamt vier Jahre Trainer. Nebenbei schaffte er 1970 auch noch etwas völlig Neues - eigene Zeitung, den „DJK-Report“. 
 
Auch als in der Saison 79/80 die DJK-Fussballer vor einem Scherbenhaufen standen, Rücktritt von Vorstandsmitgliedern, Ausschluss eines Spielers durch den Verein, Rücktritt von sieben Spielern war es Jakob Scharf, der zum zweiten Male wieder für 4 Jahre das Traineramt übernahm und einen völligen Neuaufbau bewältigte.
 
Ebenfalls wurde Jakob Scharf insgesamt 3 Mal zum Abteilungsleiter der Fussballabteilung gewählt, immer dann, wenn jede Möglichkeit des „Weitermachens“ aussichtslos erschien und die Abteilung vor dem Zerfall stand. Dank seinem Enthusiasmus ist es ihm aber immer wieder gelungen, solch ausweglose Situationen zu meistern und das Überleben der Fussballabteilung auch durch seine Hartnäckigkeit zu gewährleisten.
 
Sein größtes Interesse jedoch besteht auch heute immer noch darin, unseren Jugendlichen das Fußballspielen sowie sportlichen Tugenden beizubringen – Fair Play  und Kameradschaft. Sein Lieblingszitat „Wenn einer Fussball spielt, kann`s kein Lump werden“. So motiviert Jakob Scharf seit Jahrzehnten täglich unzählige Stunden am Fußballplatz junge Menschen für den Sport. Nicht zuletzt deshalb wurde er am 24. Oktober 2013 bei der bundesweit angelegten DFB-Kampagne  für den Amateur-Fussball als Repräsentant aller Jugendtrainer ausgewählt.
 
27 Jahre war Jakob Scharf Jugendleiter der Fussballabteilung und seit 1982 ist er Gesamtjugendleiter des Hauptvereins, dem er auch sechs Jahre als 3. Vorsitzender und fünf Jahre als 2. Vorsitzender zur Verfügung stand.
 
Man kann mit Fug und Recht behaupten, Jakob Scharf ist ein Urgestein der DJK Steinberg, der sich weit über das normale Maß hinaus für den Verein verdient gemacht hat. Aus diesem Grunde wurde Jakob Scharf am Kommersabend zum 50-jährigen Vereinsjubiläum, den 12. September 2014 die Ehrenmitgliedschaft der DJK Steinberg verliehen.

 
Klaus Streipert
Nachdem Klaus Streipert seinen Übungsleiterschein bestanden hatte, trat er 1970 die Nachfolge als Fussball-Abteilungsleiter von Karl Bittlinger sowie als Trainer von Emil Jobst an. Am Schluss waren es genau 19 Jahre, die Klaus Streipert als Abteilungsleiter der Fußballer fungierte. Einen solch langen Zeitraum an der Spitze einer Abteilung hat bis dato außer ihm noch niemand erreicht. Während dieser 19 Jahre war es jedoch nicht nur die Abteilungsführung, die Klaus Streipert inne hatte. So beteiligte er sich mit großem Engagement am Bau des neuen Sportheims, wofür er bei der offiziellen Einweihung am 01. August 1976 zusammen mit 13 weiteren Mitstreitern mit der silbernen DJK-Nadel ausgezeichnet wurde.
 
Wenn man heute von einem „Vereinsmeier“ spricht, so trifft das auf Klaus Streipert zu 100 % zu. Vor allem in Schwierigen Zeiten, die die DJK durchlebt hat, war er stets zur Stelle. So sprang er auch beim Hauptverein in die Presche, als 1979 bei der Jahreshauptversammlung aufgrund schwieriger finanzieller Probleme und innerlichen Zerwürfnissen keine Vorstände gefunden wurden. Zusammen mit Gründervater Pfarrer Michael Gschwendtner übernahm er den 2. Vorsitz und konnte binnen zwei Jahren die DJK konsolidieren und vor dem Zerfall retten. Auch als 1989 keine Vorstandschaft gefunden wurde, erklärte er sich bereit, unter Dr. Hartmut Schwarz die Position des 2. Vorsitzenden zu übernehmen.
 
Ebenfalls 1989 wurde Klaus Streipert Abteilungsleiter der Ski- & Bergwanderabteilung. Trotz der Doppelbelastung (2. Vorsitzender der DJK) ist der Aus- und Umbau der Skihütte im wesentlichen sein Verdienst. Er führte regelmäßige Hüttenabende ein und fungierte selbst als Hüttenwirt und auch beim geselligen Teil sind seine Einsätze mit der "Teufelsgeige" unvergessen. Insgesamt war Klaus Streipert sechs Jahre an der Spitze der Ski- & Bergwanderabteilung. Für seine Verdienste wurde er zu seinem 80. Geburtstag am 24. Oktober 2010 zum Ehrenmitglied der Ski- & Bergwanderabteilung ernannt.
 
Klaus Streipert übte insgesamt 23 Jahre das Amt eines Abteilungsleiters sowie 4 Jahre die Funktion als 2. Vorsitzender der DJK in seiner unermüdlicher Art und Weise aus. Bis heute ist er ein fairer Sportsmann und lebensfroher DJK`ler geblieben.
 
Aus diesem Grunde wurde Klaus Streipert am Kommersabend zum 50-jährigen Vereinsjubiläum, den 12. September 2014 die Ehrenmitgliedschaft der DJK Steinberg verliehen.

VERSTORBENE EHRENMITGLIEDER

 
Pfarrer Michael Gschwendtner
Pfarrer Michael Gschwendtner kann durchaus als Gründervater der DJK SV Steinberg e.V. bezeichnet werden. Bereits 1963 lernte er interessierten Jugendlichen im Pfarrstadl das Tischtennisspielen. Die Gemeinde Steinberg war zwar seit längerer Zeit bemüht, für die Freizeitgestaltung der Jugend geeignete Verhältnisse zu schaffen, war aber bis dahin Mangels Räumlichkeiten oder passenden Plätzen immer wieder gescheiterte.
 
So war es Pfarrer Michael Gschwendtner, der die Initiative in die Hand nahm und am Sonntag, den 31. Mai 1964 alle interessierten Steinberger zu einer Versammlung mit dem Thema „Sportverein“ in den Saal der Gastwirtschaft Fenzl einlud. In seinen Ausführungen erörterte er dort, dass es für die heranwachsende Jugend sehr vorteilhaft wäre, einen Sportverein zu gründen, da die Straßen der Ortschaft sehr viel verkehrsreicher geworden sind und dadurch die Kinder und Jugendlichen großen Gefahren ausgesetzt seien. Ebenso sei der Sport, wenn er richtig betrieben werde, sehr gesundheitsfördernd. Vor allem freute er sich über das große Interesse unter den Schülern zur Gründung eines Sportvereins sowie seitens des Gemeinderates. Anschließend fügte er noch hinzu, dass er im Falle einer Gründung irgendeiner Sportgemeinschaft jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung steht. So trugen sich bereits an diesem Abend 97 Anwesende in die Liste ein, und ein Sportverein war gegründet. Ebenfalls stellte er den Nebenraum des Pfarrhofes zum Tischtennistraining zur Verfügung.
Nachdem 1971 durch den Bau der Tribüne am Sportplatz das gesamte Vereinsvermögen aufgebraucht war, sogar noch 5.250,- DM Schulden angehäuft wurden, der 1. Vorsitzende Johann Bauer zurückgetreten war, stellte sich niemand zur Wahl für den 1. Vorstand zur Verfügung. Bereits im Vorfeld hatte Pfarrer Michael Gschwendtner Flugblätter mit seinen Wahlvorschlägen verteilt und dort auch darauf hingewiesen, dass es bisher an wirklichen Führungskräften gefehlt habe, aber er diese jetzt bei seinen Wahlvorschlägen gefunden hätte. Seine Wahlvorschläge wurden akzeptiert und mit Josef Kammerl  war ein neuer 1. Vorsitzender gefunden.
 
Aufgrund seines großen Einsatzwillens, sowie der ständigen Bereitschaft, die DJK vorwärts zu bringen, und letztendlich die Tatsache, dass es ohne seine Initiative wahrscheinlich zum damaligen Zeitpunkt kein Sportverein gegründet worden wäre. So wurde Pfarrer Michael Gschwendtner am Samstag, den 31. Juli 1976 bei der Einweihung des neuen Sportheimes vom 1. Vorsitzenden Josef Kammerl zum ersten Ehrenmitglied der DJK SV Steinberg e.V. ernannt.
 
Auch bei der Jahreshauptversammlung 1979 fand sich kein Kandidat für das Amt des 1. Vorsitzenden. Nach inneren Zerwürfnissen stand die DJK am Rande des Verfalls. Auch hier war es wiederum Pfarrer Michael Gschwendtner, der spontan den 1. Vorsitz übernahm und sich seiner Ehrenmitgliedschaft als würdig erwies. Er führte den Verein durch dieses schwierige Zeit und schaffte innerhalb von zwei Jahren die völlige Konsolidierung.
 
Leider ist Pfarrer Michael Gschwendtner am Sonntag, den 30. Juni 1985 verstorben. Sein größtes Hauptziel war es immer, der Jugend des Ortes eine Sportmöglichkeit zu geben. Wir werden sein Andenke stets in Ehren halten.
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