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Ein dutzend Jugendlicher, unter ihnen der 15-jährige Jakob Scharf sowie Werner Frankerl, gründeten 1963 die „Fußballamateure Steinberg“. Ihr Vereinslokal war der ehemalige Ziegenstall der „Gleixner-Oma“ in der Gartenstraße. Zur gleichen Zeit lernte Pfarrer Michael Gschwendtner interessierten Jugendlichen im Pfarrstadl das Tischtennisspielen. Nachdem die Gemeinde Steinberg seit längerer Zeit bemüht war, für die Freizeitgestaltung der Jugend geeignete Verhältnisse zu schaffen, was aber bisher Mangels Räumlichkeiten oder passenden Plätzen scheiterte war es Pfarrer Michael Gschwendtner zu verdanken, dass er die Initiative in die Hand nahm und die DJK SV Steinberg e.V. gegründet wurde.

Gründung der DJK SV Steinberg e.V.

So fand am Sonntag, den 31. Mai 1964 im Saal der Gastwirtschaft Fenzl  eine von Pfarrer Michael Gschwendtner einberufene Versammlung zum Thema „Sportverein“ statt. Außer der Jugend war auch ein Großteil der Bevölkerung anwesend. Pfarrer Gschwendtner konnte zu dieser Sitzung auch den 1. Bürgermeister Wagner, Vertreter der Gemeinde und die Lehrerschaft der hiesigen Volksschule begrüßen. In seinen anschließenden Ausführungen erörterte er, dass es für die heranwachsende Jugend  sehr vorteilhaft wäre, einen Sportverein zu gründen, da die Straßen der Ortschaft sehr viel verkehrsreicher geworden sind und dadurch die Kinder- und Jugendlichen großen Gefahren ausgesetzt seien. Ebenso sei der Sport, wenn er richtig betrieben werde, sehr gesundheitsfördernd. Vor allem freute er sich über das große Interesse unter den Schülern zur Gründung eines Sportvereins sowie seitens des Gemeinderates. Anschließend fügte er noch hinzu, dass er im Falle einer Gründung irgendeiner Sportgemeinschaft jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung steht.

Die Versammlung begrüßte die Ausführungen von Pfarrer Gschwendtner und stimmte diesen spontan zu. Der 1. Bürgermeister Wagner dankte ihm für die geleistete Vorarbeit  und erklärte, dass der überaus große Besuch dieser Versammlung klar zeige, dass hier großer Handlungsbedarf herrsche, worüber man sich auch schon lange im Gemeinderat Gedanken mache wie man die Leibeserziehung am Lande attraktiver gestalten könnte. Er gab bekannt, dass man jetzt von der BBI ein Grundstück, welches sich westlich des sogenannten Effenhauser-Wohngebäudes befindet, erwerben könnte und es noch im Sommer zu einem Sportplatz hergerichtet werden soll. Die Größe entspricht der Vorschrift eines Fußballfeldes, somit könnte man nicht nur Freundschaftsspiele sondern auch Verbandsspiele austragen. Ein weiteres Grundstück in der Nähe des Reparaturstützpunktes diene als Ausweichplatz oder Spielplatz,  damit der neuangelegte Rasen des Sportplatzes etwas geschont werde. Der Bürgermeister versicherte, dass die Gemeinde alles daran setzen werde, auch für andere Sportarten eine Trainingsmöglichkeit zu schaffen.

Bürgermeister Wagner bekam für seine Zusicherungen reichen Beifall und nach einer sachlich geführten Diskussion entschieden sich alle Versammlungsteilnehmer für die Gründung eines Sportvereins. Mit der kommissarischen Vereinsführung und somit aller notwendigen Vorarbeiten wurde Johann Bauer als Vorsitzender beauftragt. Ihm zur Seite wurde Josef Weiß als Kassier und Ilse Bittlinger als Schriftführerin gestellt.

97 Anwesende trugen sich sofort in die Mitgliederliste ein. Sebastian Scharf übernahm die Betreuung der Schülerelf und stiftete Fußball und den Dress. Der Nebenraum des Pfarrhofes wurde für die „Tischtennisfreunde“ zur Verfügung gestellt. Man einigte sich auf ein zweimaliges Training in der Woche.

Die Beitragsfrage wurde in völliger Übereinstimmung getroffen. So zahlten Erwachsene 1,- DM, Jugendliche von 14 bis 18 Jahren 0,75 DM und Kinder bis 13 Jahre 0,50 DM pro Monat.

Am Schluss hob Johann Bauer noch hervor, dass die Arbeit die nun auf ihn zukomme nur mit Hilfe aller Vereinsmitglieder bewältigt werden könne. Er hoffe und wünsche sich, dass in den kommenden Wochen die Satzung fertiggestellt werden könne und damit in Kürze die weitere Vorstandschaft gewählt werden könne. Bis dahin sollen Überlegungen getroffen werden, welche Namensbezeichnung der Verein erhalten soll.

So wurde am Sonntag, den 31. Mai 1964 die DJK SV Steinberg e.V. gegründet, welche heute der größte Ortsverein in Steinberg am See ist.

Knapp sieben Wochen später wurde der neugegründete Verein auf den Namen „DJK“ getauft. Nach heftigen Diskussionen und einer Vielzahl von verschiedenen Namen einigte man sich letztendlich doch mit einer Mehrheit von 23:5 Stimmen für den Namen „DJK SV Steinberg“

 

1965

Schaffung des Sportplatzes
Am Samstag, den 04. September 1965 fand im Pfarrhof eine Vorstandssitzung der DJK statt, bei der Vorstand Johann Bauer über den Stand der Arbeiten am Sportplatz berichtete. So konnte der Rasen aufgrund des schlechten Wetters noch nicht angesät werden, die Aschenbahn sei aber inzwischen fertiggestellt. Die Kosten für die fertige Anlage belaufen sich auf 80.000,- DM. Einstimmig wurde beschlossen, dass für die nächste Saison eine Jugend-Mannschaft für die Punktespiele gemeldet wird. Für einen Jugendleiterlehrgang auf der Burg Trausnitz wurden Peter Frankerl und Franz Wiendl angemeldet. Die Jugendmannschaft der Tischtennis-Abteilung nimmt wieder an den beginnenden Punktspielen teil und die Schülermannschaft der DJK gewann gegen die zweite Mannschaft des FC Schwandorf ihr erstes Heimspiel mit 1:0 (Torschütze Mittelstürmer Gleißl).

Erster Tanzabend mit Ludwig-Scharf-Combo
Am 18. Oktober (Kirchweihmontag) fand im Fenzl-Saal der erste DJK-Tanz-Abend mit der Ludwig-Scharf-Combo für die gesamte Bevölkerung statt. Am Sonntag, den 31. Oktober 1965 fand ebenfalls im Fenzl-Saal ein bunter Abend statt. Durch das Programm führte der Komiker Vitus Irrgang aus Lederdorn. Die Pfarrjugend spielte für die DJK in den Wintermonaten ein Theaterstück mit dem Titel „Die zwei Halbschönen“.

 

1966

Erste Generalversammlung im Fenzl-Saal
Am 06. Januar 1966 fand die erste Generalversammlung der DJK im Fenzl-Saal statt. Der 1. Vorsitzende Johann Bauer gab seinen Rechenschaftsbericht ab. Im Bezug auf die Fußballschüler, die in der letzten Saison nur ein Spiel gewonnen hatten, sagt er, man solle den Mut nicht verlieren, denn es besteht immer noch Hoffnung auf eine Leistungssteigerung.   Er dankte der Gemeinde, da von deren Seite aus Alles getan worden sei, damit im Frühjahr der Platz spielbereit sei. Im anschließenden Kassenbericht von Josef Weiß zeigte sich, dass der Verein auf einer finanziellen guten Grundlage steht. Eine rege Diskussion gab es anschließend über die Wahl eines Abteilungsleiters und Mannschaftsbetreuers der Abteilung Fussball. Man einigte sich auf Max Hauzenberger und Karl Bittlinger. Nachdem in der Versammlung festgestellt wurde, dass die Spielersitzung nur an einem Donnerstag abgehalten werden kann, erklärte sich der geistliche Beirat Pfarrer Gschwendtner bereit die Donnerstagabendmesse auf Mittwoch zu verlegen.

Erster Kappenabend im Gasthaus Scharf/Waldheim
Am Freitag den 21. Januar 1966 fand ein Kappenabend in der Gaststätte Scharf/Waldheim statt. Veranstalter war die DJK gemeinsam mit dem Schützenverein Auerhahn.

 

1968

Faschingsball - maskierte Turnstunden - Christbaumfeier
Der Zaun um den Sportplatz wurde gespritzt, die Abortanlagen sowie das Kassiererhäuschen wurden errichtet. Es fanden ein Faschingsball, die berühmten „maskierte Turnstunden“ sowie eine Christbaumfeier (die heutige Christbaumversteigerung) statt.

Platzeinweihung mit Pokalturnier
Der Höhepunkt des Jahres war die Platzeinweihung mit einem Pokalturnier am 02./03. Juni 1968. Die Schirmherrschaft übernahm Dr. Scharf von der BBI. Bei einem Vereinsausflug nach Eggolsheim wurde dem dortigen ESV ein Gegenbesuch abgestattet. Auch fanden schon von allen aktiven Mannschaften Weihnachtsfeiern statt.

 

1969

Generalversammlung mit Neuwahlen
Im Januar fand die Generalversammlung mit Neuwahlen statt. Der 1. Vorsitzende Johann Bauer berichtete über die letzte Amtsperiode. So zähle die DJK inzwischen 225 Mitglieder mit einer Fussball-Schülermannschaft, einer Jugendmannschaft, zwei Fussball-Seniorenmannschaften, eine Tischtennis-Jugendmannschaft und eine Eisstock-Abteilung mit zwei Moarschaften. Der Verein habe aktiv gearbeitet, so könne man auch auf schöne Erfolge zurückblicken. Nicht erfreulich dagegen war, dass der bisherige 2. Vorstand Hauptlehrer Knorr aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste. Ebenfalls musste ein Trainerwechsel vorgenommen werden, so dass der Verein zurzeit wieder ohne Fußballtrainer da stand. Bei den Neuwahlen wurde Bürgermeister Bauer wieder als 1. Vorsitzender bestätigt.  2. Vorsitzender wurde Heinrich Kammerl, Kassier Josef Weiß und Schriftführerin Ilse Bittlinger. Die Christbaumfeier im Cafe Wagner war sehr gut besucht. Als Versteigerer fungierte Franz Hauser, der sein „Geschäft“ bestens verstand.

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